5 Fakten zum Job als Programmiererin

Es gibt das Klischee von Programmiererinnen und Programmierern, dass man alleine in einem dunklen Raum sitzt und auf einen leuchtenden Bildschirm guckt. Aber das stimmt gar nicht. Ich rede sehr viel mit Menschen. Ob das jetzt hier im Büro in Person ist oder im Chat – ich habe immer Leute um mich und es ist tatsächlich sehr gesellig. Am besten kann man Travis beschreiben  als Software für andere Entwickler, die ihnen hilft, ihren eigenen Code besser und verständlicher zu schreiben. Ich bin hier Frontend-Entwicklerin. Frontend ist generell alles, was Benutzer sehen, wenn sie eine Website öffnen. Im Gegensatz zum Backend, das ist die Verarbeitung und das Speichern der Daten, was der User nicht sieht, sondern was einfach da ist und präsentiert wird. Man muss viel lernen, die ganze Zeit, und es hört nie auf. Teilweise ist das schon frustrierend. Ich habe gerade eine Sache gelernt und dann ist sie schon wieder alt und ich muss was anderes lernen. Das hört nie auf und ich denke teilweise „Ahh, schon wieder was Neues.“ Ich glaube, der größte Vorteil des Jobs ist die Flexibilität.

Sowohl die Tageszeiten, zu denen ich arbeiten kann,  als auch die Orte, von denen aus ich arbeiten kann. Mein Team ist weit verteilt, es ist immer jemand online, ich habe immer Hilfe, ich habe immer Kontakt und kann dabei lokale Sachen genießen. Die Gehälter der Branche variieren stark, je nachdem, welchen Level man hat. Ich verdiene jetzt mit vier Jahren tatsächlicher Arbeitserfahrung 4.500 Euro im Monat. Also, es ist ganz lukrativ. Es ist leider immer noch so, dass die Informatikstudiengänge nicht so dicht mit Frauen besiedelt sind und auch die Branche hat einen akuten Frauenmangel.

Auch Sexismus in der Branche ist noch immer ein heikles Thema. Es ist leider so, aber es ist kein Männerjob. Es kann jeder machen und man kann jederzeit einsteigen, wenn man sich dahinterklemmt und es wirklich möchte. Private Projekte sind das Steckenpferd von jedem Entwickler und jeder Entwicklerin. Ich glaube, fast alle meine Bekannten haben ein Pet-Project, wie wir sie nennen, ein kleines Haustierprojekt, wo man einfach ausprobiert.

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