Pooltechnik: Filteranlagen für den Pool

Eine Filteranlage verhindert, dass sich in dem Schwimmbecken Keime und Bakterien ansammeln oder auch Grind und Algen ansiedeln. Die Aufgaben der Filteranlagen bestehen aus dem Umwälzen. Das bedeutet, dass die Pumpe das Wasser aus dem Pool in die Filteranlage saugt und das gesäuberte Wasser über eine oder mehrere Drüsen zurück in das Becken spült. Eine gute Pumpe benötigt etwa acht Stunden, um den gesamten Inhalt anderthalb mal umzuwälzen und zu reinigen. Durch die Filteranlage werden auch die Chemikalien, die in den Pool gegeben wurden, gleichmäßig verteilt. Sollte es sich um ein beheiztes Schwimmbecken handeln, kann das Wasser durch den Wärmetauscher gepumpt werden. Hierbei wird es herausgesaugt, aufgeheizt und wieder zurückgespült. Die Sandfilteranlage und die Kartuschenfilteranlage haben unterschiedliche Funktionsweisen mit verschiedene Stärken.

Eigenschaften der Sandfilteranlage

Der wichtigste Bestandteil dieses Modells ist Quarzsand, wobei hierbei auf die Größe der Sandkörner geachtet werden muss. Zu kleine Körner können in den Pool geraten und den Spaß am Baden beeinträchtigen, während zu große Körner nicht optimal von der Sandfilterpumpe gefiltert werden können. Der Sand dient als Filtermedium, welches das Poolwasser reinigt. Der Prozess beginnt mit dem Ansaugen des Poolwassers durch die Sandfilterpumpe, woraufhin es mit Schwung durch den speziellen Filtersand gedrückt wird. Abschließend pumpt die Sandfilteranlage das so gefilterte Wasser zurück in den Pool. Die Reinigung der Pumpe erfolgt durch eine integrierte Funktion zum Rückspülen. Hierbei fliesst das Wasser in entgegengesetzter Richtung durch den Sandfilter, wodurch Schmutzablagerungen herausgespült werden. Dieser Spülvorgang dauert etwa zwei bis vier Minuten und sollte einmal in der Woche durchgeführt werden. Bei Unsicherheiten ist es wichtig auf das Manometer zu achten, das nicht nur den Druck in dem Filter anzeigt, sondern auch, ob eine Rückspülung notwendig ist.
Die Kosten für einen Pool mit Sandfilteranlage sind bei dem Kauf etwas höher. Zusätzlich kommen noch die Kosten für den Quarzsand hinzu und ebenso die laufenden Kosten, die jedoch überschaubar bleiben.
Die Vorteile des Sandfilters kristallisieren sich klar heraus. Dieses Modell ist komfortabel, effektiv, gut zu reinigen und durch die höhere Leistung ideal für größere Pools. Auf langfristige Sicht ist diese Variation günstiger. Zwar ist die Anschaffung kostenintensiver, jedoch kann der Sand gereinigt werden, womit das Nachkaufen selten notwendig ist.

Eigenschaften der Kartuschenfilteranlage

Dieses Modell funktioniert ähnlich wie die Sandfilteranlage. Es saugt das Poolwasser an, filtert es daraufhin und pumpt es zurück in den Pool. Der Unterschied besteht darin, dass das Filtermedium kein Sand ist, sondern eine Filterpatrone, die vor allem für kleine Pools, Aufstellpools, Planschbecken oder Whirlpools ideal ist. Für die Reinigung muss die Filterpatrone entweder ausgespült oder ausgetauscht werden. In der Regel ist dies alle zwei bis drei Wochen der Fall. Es ist jedoch generell davon abhängig, wie stark der Pool genutzt wird, wie stark er verschmutzt ist und wo genau er sich befindet.
Deutlicher Nachteil ist, dass ein leichtes Abspritzen des Kartuschenfilters mit dem Gartenschlauch selten ausreicht und er somit regelmäßig ausgetauscht werden muss. Auch kann er Fremdkörper wie zum Beispiel Sand, Blätter und kleinere Steine nicht reinigen. Die Kosten sind beim Kauf niedriger, jedoch müssen zusätzliche Kosten für Ersatzkartuschen mit einberechnet werden.

 

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